Von den sieben Weltwundern hat jeder schon mal gehört – doch welche Wunderwerke gehören eigentlich dazu? Und wieso ist heute eigentlich immer noch die Rede von sieben an der Zahl? In diesem Artikel klĂ€re ich auf!

Die Sieben Weltwunder kennt jeder, oder? Ja, das denken zumindest viele, doch selbst, wenn man etwas lĂ€nger ĂŒberlegt, fallen einem nicht unbedingt aus dem Stegreif alle sieben architektonischen Wunderwerke ein, hab ich Recht? Damit ihr alle Weltwunder demnĂ€chst aus dem Ärmel schĂŒtteln könnt, habe ich etwas fĂŒr euch vorbereitet: Bestaunt die sieben antiken Weltwunder und werft gleichzeitig einen Blick auf die neuen Weltwunder, die unsere schöne Erde zu bieten hat! Nach diesem Artikel werdet ihr das nĂ€chste Mal, wenn das Thema auf den Tisch kommt, auf jeden Fall mit eurem Wissen glĂ€nzen können.

Zeit zum Staunen und Bewundern!

Die antiken Weltwunder

Die Pyramiden von Gizeh | Das Mausoleum in Halikarnassos | Der Koloss von Rhodos

Artemis-Tempel in Ephesos | Die HĂ€ngenden GĂ€rten der Semiramis

Die Zeusstatue von Olympia | Der Leuchtturm von Pharos

Die modernen Weltwunder

Felsenstadt Petra in Jordanien | Chinesische Mauer | Chichen Itza auf Yucatan

Cristo Redentor in Rio | Kolosseum in Rom

Inkastadt Machu Picchu | Taj Mahal in Indien

Sieben Weltwunder Cristo Redentor
Foto: Ksenia Ragozina/Shutterstock.com

Vorhang auf fĂŒr die alten 7 Weltwunder

Den Begriff der Sieben Weltwunder kennen wir. Doch wusstet ihr, dass man zwischen den alten und den neuen Weltwundern unterscheidet? Der Mythos der Sieben Weltwunder stammt noch aus der Antike. Schriftsteller Antipatros von Sidon, ein phönizischer Schreiber aus dem 2. Jahrhundert vor Christus, erwĂ€hnte die beeindruckenden Bauwerke in einem Epigramm, also einem kurzen Gedicht. Mit dabei und heute noch ein beliebtes Ziel vieler Touristen: die Pyramiden von Gizeh. Im Gegensatz zu diesen ist von den anderen antiken Weltwundern bis auf Ruinen ĂŒbrigens nicht mehr viel ĂŒbrig. Teilweise ist sogar nicht ganz klar, ob es sie ĂŒberhaupt gegeben hat.

Die Pyramiden von Gizeh

Die berĂŒhmten Pyramiden, die sich nur etwa 20 Kilometer ausserhalb von Kairo befinden, sind nicht nur das am besten erhaltene Weltwunder, sondern auch das Ă€lteste. Sie entstanden vor ĂŒber 4.500 Jahren zu Beginn der Ă€gyptischen Hochkultur. Auch deshalb sind die grossen Bauwerke 1979 zusammen mit der Sphinx zum UNESCO Weltkulturerbe ernannt worden. Die Pyramiden von Gizeh – der Name umfasst drei einzelne Pyramiden, die den Ägyptern als GrabmĂ€ler fĂŒr ihre Pharaonen dienten: Die Cheops-Pyramide ist die grösste und Ă€lteste der drei, es folgen die Chephren- und die Mykerinos-Pyramide.

Die Pyramiden von Gizeh in Ägypten
Die Pyramiden von Gizeh

Dass die Ägypter diese beeindruckenden Bauwerke schon vor tausenden von Jahren mit den begrenzten Mitteln, die ihnen zur VerfĂŒgung standen, gebaut haben, ist wirklich ein Weltwunder, oder? Auf jeden Fall sind die Pyramiden von Gizeh eine Reise wert, das kann ich euch versprechen!

Das Mausoleum in Halikarnassos

Von den Pyramiden in Gizeh war anscheinend schon im 4. Jahrhundert vor Christus jemand begeistert: Maussolos II, ein mÀchtiger Statthalter aus Harlikarnassos, plante bereits zu seinen Lebzeiten seine letzte RuhestÀtte nach dem Vorbild der Pyramiden.

Kombinierte Baustile – zu dieser Zeit ein absolutes Novum!

In dem einzigartigen Bauwerk wurden persische, griechische und Ă€gyptische Baustile kombiniert, zu dieser Zeit ein absolutes Novum! Eine riesige SĂ€ulenhalle wurde auf einem WĂŒrfelfundament errichtet, gekrönt von einer Pferdewagenstatue – das Mausoleum (hier stammt der Begriff ĂŒbrigens her) erreichte so eine Höhe von 46 Metern. Leider könnt ihr wegen eines Erdbebens im Jahr 1304 n. Chr. heute nur noch die Ruinen des Grabmals bewundern, die sich bei Bodrum in der heutigen TĂŒrkei befinden. Mit ein bisschen Fantasie könnt ihr das alte Grabmal vor Ort aber bestimmt wieder zum Leben erwecken!

Der Koloss von Rhodos

Nach einer langen Belagerung, die fĂŒr die griechische Stadt Rhodos 304 v.Chr. gut ausgegangen war, wollten die Bewohner dem Sonnengott Helios danken und bauten ihm zu Ehren eine 30 Meter hohe Bronze-Statue. 12 Jahre dauerte die Vollendung des riesigen Bauwerks. Überlieferungen zufolge stand der Gigant mit gespreizten Beinen im Hafen von Rhodos und beschĂŒtzte die Stadt vor Feinden, in anderen Schriften wird der Standort der Statue allerdings in der Mitte der Stadt angegeben.

Ganz egal, wo der Bronze Riese stand, schon nach 66 Jahren wurde er von den Naturgewalten in die Knie gezwungen: Bei einem Erdbeben im Jahr 226 v. Chr. wurde der Koloss bis auf die Unterschenkel zerstört, nach der Eroberung Rhodos‘ durch die Araber ein paar hundert Jahre spĂ€ter waren auch die letzten Überreste der Statue aus der Stadt verschwunden. Seitdem gibt es keine Spur mehr von dem unglaublichen Weltwunder.

Weltwunder Koloss von Rhodos
Hier am Hafen von Rhodos soll der Koloss gestanden haben.

Artemis-Tempel in Ephesos

Ebenfalls in der heutigen TĂŒrkei stand der antike Artemis-Tempel, der zu Ehren der olympischen Göttin der Jagd gebaut wurde. Es brauchte allerdings einige AnlĂ€ufe, bis der Tempel zu dem wurde, der in den Gedichten von Antipatros als Weltwunder erwĂ€hnt wird: Nach Zerstörung, Neuaufbauten und mehreren hundert Jahren stand schliesslich der grösste Tempel seiner Zeit. Über 8.000 Quadratmeter war das Tempelareal gross, 127 SĂ€ulen von 18 Metern Höhe und ein riesiges Steindach formten ein Bauwerk, das einer Göttin wirklich wĂŒrdig war. Die RuinenstĂ€tte von Ephesos in der NĂ€he von Izmir solltet ihr auf jeden Fall wĂ€hrend einer TĂŒrkei Reise besichtigen, hier gibt es noch zahlreiche andere Ruinen zu besichtigen, wie beispielsweise die Celsus Bibliothek.

Die Celsus Bibliothek in den Ruinen von Epheseus.
Die Celsus Bibliothek in den Ruinen von Epheseus.

Die HĂ€ngenden GĂ€rten der Semiramis

Bekannter sind die GĂ€rten vielleicht unter dem Namen „Die HĂ€ngenden GĂ€rten von Babylon“. Über dieses antike Weltwunder kann ich euch leider nicht so viel berichten, es gilt als das am wenigsten bekannte – die Existenz der GĂ€rten wird immer wieder in Frage gestellt. Wo sie sich befunden haben sollen, steht ebenso wenig fest. Die Überlieferungen und Schriften deuten aber auf  die antiken StĂ€dte Babylon und Ninive hin, beide liegen im heutigen Irak.

Die Zeusstatue von Olympia

Ein beeindruckender Tempel benötigt eine ebenso imposante Statue. Kein Wunder also, dass der Tempel des Zeus in der griechischen Stadt Olympia mit einer ca. 12 Meter hohen Pyramide ausgestattet wurde.

Das Bauwerk bestand aus Gold, Elfenbein und Ebenholz.

Das Abbild des obersten olympischen Gottes, an den die Griechen ihre Bitten und WĂŒnsche schickten, war zwar nicht so gross wie der Koloss von Rhodos, aber sicher nicht weniger beeindruckend.
Die Statue ihres Göttervaters liessen sich die Griechen einiges kosten: Das Bauwerk bestand aus Gold, Elfenbein und Ebenholz, die Bauzeit betrug acht Jahre (438-430 v.Chr.). Von der Statue fehlt leider jede Spur, sie soll bei einem Brand zerstört worden sein. Die Überreste des Tempels könnt ihr in Griechenland allerdings noch besichtigen.

Der Zeus Tempel in Olympia.
Der Zeus Tempel in Olympia.

Der Leuchtturm von Pharos

Die kleine antike Insel mit dem Leuchtturm von Pharos vor Alexandria ist eines der sieben Weltwunder, das am wenigsten im GedĂ€chtnis geblieben ist. Doch die schiere Grösse des aus weissem Stein gehauenen Turms beeindruckte die Menschen jahrhundertelang bis heute, er soll eine Höhe von 113 Metern erreicht haben – ausserdem soll er der erste Leuchtturm ĂŒberhaupt gewesen sein. Auch hier wurde die Geschichte von Naturgewalten zerstört: Mehrere Erdbeben liessen ĂŒber die Jahrhunderte immer weniger vom Bauwerk ĂŒbrig, bis ein Beben 1323 das Weltwunder, das etwa 282 v.Chr. fertiggestellt wurde, endgĂŒltig verschwinden liess.

Diese 7 Weltwunder sind neu

Seit 2007 gibt es nun offiziell auch sieben neue Weltwunder. Bei einer feierlichen Gala in Lissabon verkĂŒndeten BerĂŒhmtheiten wie Hilary Swank, Ben Kingsley oder Jennifer Lopez am 07. Juli 2007 die Sieger der weltweiten Abstimmung, an der mehr als 90 Millionen Menschen teilgenommen hatten. Einige der Sieger werdet ihr kennen, andere hingegen sind euch vielleicht nicht unbedingt ein Begriff. Deshalb hier nochmal alle neuen Weltwunder in der Übersicht.

Felsenstadt Petra in Jordanien

Eine einzigartige Ansammlung von in den Fels geschlagenen GebĂ€uden – wie eine andere faszinierende Welt. Heute können Besucher zu Fuss durch das ausgetrocknete Flussbett bis zu den unterschiedlichen Bauwerken wandern und die einzigartige Felsenarchitektur geniessen. Vielleicht haben einige von euch den Eingang des GebĂ€udes auch aus den Indiana Jones Filmen erkannt, hier könnt ihr also zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen: Drehort und Weltwunder zugleich besichtigen! Weitere Informationen zur Felsenstadt Petra findet ihr in meinem Reisemagazin.

Die Felsenstadt Petra im Jordan.
Felsenstadt Petra

Chinesische Mauer

Imposant und beeindruckend schlĂ€ngelt sich das grösste Bauwerk der Welt auf einer LĂ€nge von ĂŒber 21.000 km durch China. Diente die riesige Mauer frĂŒher noch als Schutz gegen Feinde, ist sie heute als beliebter Sightseeing Spot ein Ort, an dem Menschen aus aller Welt aufeinander treffen: Die Chinesische Mauer ist heute eines der meistbesuchten Bauwerke der Welt, kein Wunder – sie ist bis heute das grösste Bauwerk in der Geschichte der Menschheit!

Die Chinesische Mauer nahe Peking.
Chinesische Mauer

Chichen Itza auf Yucatan

Mexikos Geschichte ist ebenso interessant wie abwechslungsreich. Chichen Itza, die grosse Stadt der Maya, war eines der grössten Handelszentren der Maya und kann heute im Urwald erkundet werden. Das Bauwerk ist noch beeindruckender, wenn ihr direkt davor steht.

Vor allem die vielen Mythen, die sich um die Mayakultur ranken, lassen einem einen Schauer ĂŒber den RĂŒcken laufen. Solltet ihr einmal das GlĂŒck haben, vor diesem faszinierenden StĂŒck Geschichte zu stehen, werdet ihr das Erlebnis niemals wieder vergessen.

Chichen Itza auf Yucatan

Cristo Redentor in Rio

Die 32 Meter hohe Erlöserstatue steht fĂŒr Rio de Janeiro wie kein zweites Bauwerk. Seine weit ausgestreckten Arme scheinen die Stadt zu umarmen. Der Cristo Redentor ist mittlerweile ein katholischer Wallfahrtsort. Wer den Aufstieg auf den 700 Meter hohen Berg Corcovado hinter sich gebracht hat, wird neben einem Weltwunder auch noch mit einem einzigartigen Ausblick auf Rio de Janeiro belohnt. Im Sockel der Statue befindet sich ausserdem eine kleine Kapelle.

Cristo Redentor in Rio de Janeiro

Kolosseum in Rom

Zentral in Rom gelegen ist das weltbekannte Kolosseum, eines der meistbesuchten Bauwerke der Welt. Die Ruinen des einstigen Amphitheaters strahlen auch heute, fast 2000 Jahre nach seiner Erbauung, noch immer einen beeindruckenden Glanz aus. Im Inneren habt ihr einen guten Ausblick auf die freigelegten Katakomben. Auch wenn die zwar weitestgehend zerstört sind, kann man immer noch etwas von der Anspannung, von der Angst spĂŒren, die die Gladiatoren damals gefĂŒhlt haben mĂŒssen, bevor sie in die Arena unter die Augen Caesars getreten sind.

Kolosseum in Rom bei Sonnenuntergang.

Inkastadt Machu Picchu

Die Stadt in den Wolken, die ca. 1440 von den Inka in den Anden erschaffen wurde, ist heute ein sehr beliebtes Touristenziel in Peru. Kein Wunder, denn hier, in 2350 Metern Höhe, erleben Besucher hautnah, wie die Bewohner der Anden lebten. Magisch nennen Besucher diesen Ort. In meinem Reisemagazin erfahrt ihr alles bis ins kleinste Detail ĂŒber Machu Picchu. Wem Peru zu weit weg ist, der kann auch auf die Kanaren reisen und sich den Machu Picchu Teneriffas anschauen, so wird der kleine malerische Ort Masca genannt.

Machu Picchu in den Anden in Peru.

Taj Mahal in Indien

Das beeindruckende Mausoleum in Indien errichtete einst der Grossmogul Shah Jahan fĂŒr seine Frau. Hier trauerte er nach ihrem Tod, und auch heute noch gilt das weisse Bauwerk als Symbol fĂŒr die Liebe. Ich kann euch beruhigen, auch die Anti-Romantiker unter euch werden vom vielleicht bekanntesten Weltwunder ĂŒberwĂ€ltigt sein. Wollt ihr mehr ĂŒber den Taj Mahal erfahren, dann schaut doch mal in meinem Reisemagazin vorbei.

Taj Mahal in Indien.

 

Magisch, beeindruckend und unbedingt sehenswert!

Die sieben Wunder – ob neu oder alt – solltet ihr unbedingt einmal im Leben gesehen haben. Ich verspreche euch, keines der Bauwerke wird euch enttĂ€uschen, wenn ihr davor steht – im Gegenteil: GĂ€nsehaut ist garantiert! Was sagt ihr? Welche anderen Orte gehören fĂŒr euch zusĂ€tzlich auf diese Liste?

 

Passende ReisefĂŒhrer & einmalige Orte findet ihr in meinem Reisemagazin

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