Albanien – das kleine Balkanland wird von vielen immer noch komplett unterschätzt und bei der Ferienplanung oftmals links liegen gelassen. Ich zeige euch heute das wunderschöne und ursprüngliche Albanien mit seinen einmaligen Sehenswürdigkeiten und Stränden. Ihr werdet das Land ab sofort sicher mit ganz anderen Augen sehen!

Albanien gehört definitiv nicht zu den klassischen Ferienzielen für Touristen. Dabei kann die albanische Riviera locker mit beliebten Ferienländern wie Kroatien oder Griechenland mithalten. Unverbaute Strände und unglaublich günstige Preise – damit kann Albanien punkten. Ich verrate euch warum sich Ferien in dem Balkan Staat lohnt und was ihr dort so alles unternehmen könnt.

Geheimtipp Albanien

Überblick | Saranda | Ksamil & Butrint | Gjirokaster | Berat | Ferien in Albanien

Geheimtipp Albanien

Bei der Wahl für ein Ferienziel im Sommer denken wohl nur die wenigsten an Albanien. Dabei hätten Ferien an der albanischen Riviera so einige Vorteile. Die Hotelpreise sind unglaublich niedrig, die Strände sind vom Massentourismus verschont und das glasklare Wasser erinnert an Traumziele in der Karibik. Ausserdem sprechen 300 Sonnentage im Jahr für sich – Warum also nicht nach Albanien fahren?

Die albanische Riviera erstreckt sich von Vlora bis nach Saranda und ist der schönste Küstenabschnitt des Landes. Die beliebtesten Ferienorte sind Dhermi und Himara, wo auch die touristische Infrastruktur am besten entwickelt ist. Hier findet ihr traumhafte Strände, die man in Albanien vielleicht gar nicht vermuten würde. Die meisten Strände bestehen aus Kies, Sand gibt es nur in einigen wenigen Buchten weiter südlich. Ein absolutes Highlight ist der Ort Ksamil ganz im Süden am Ufer des Ionischen Meeres. Wenn man sich die Fotos anschaut, würde man denken, dass dieser Ort zur Karibik gehört. Glasklares Wasser, feiner Sandstrand und eine wunderschöne Landschaft – Ksamil ist ein absolutes Traumziel.

Doch an der albanischen Riviera gibt es nicht nur wunderschöne Strände zum entspannen, sondern auch eine aufregende Geschichte zu entdecken. Eine der wichtigsten Sehenswürdigkeiten ist die alte Festung Berat, wo man eine ganze Altstadt findet. Hier leben sogar tatsächlich noch ein paar wenige Familien. Interessant sind auch die kostbaren Kunstschätze, die sich in der Festung befinden. Unbedingt einen Besuch wert ist auch das Naturwunder Blue Eye, eine Karstquelle mit türkisblauem Wasser. Das sprudelnde Wasser wirkt wie ein natürlicher Brunnen und erzeugt eine magische Atmosphäre.

Albanien ist nicht nur ein Ziel für Sonnenanbeter und Kulturliebhaber, auch Wanderer kommen hier auf ihre Kosten. 15 verschiedene Nationalparks locken Naturfreunde, die sich auf traumhafte und vielfältige Landschaften von Bergketten über Antike Stätten bis hin zu grossen Waldgebiete freuen dürfen, an. Besonders beliebt sind Touren im Dajti Mountain Nationalpark, der sich unweit der Hauptstadt Tirana befindet. Geschulte Guides zeigen euch auf gut organisierten Touren die schönsten Seiten dieses grünen Landes. Bestimmt stosst ihr auch auf den ein oder anderen pilzförmigen Bunker, der an die Herrschaft Enver Hoxhas erinnert. Diese lies der Diktator nämlich überall im Land errichten.

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Saranda – Die Touristenhochburg Albaniens

Die Hafenstadt Saranda liegt im äussersten Süden von Albanien und ist ein beliebter Badeort. Vom 5-Sterne-Hotel bis zur Jugendherberge gibt es hier zahlreiche unterschiedliche Unterkunftsmöglichkeiten. Doch das ist noch lange nicht alles – der Küstenabschnitt ist auch gesäumt mit Beachclubs und Restaurants. Wer in Saranda am Hafen entlang schlendert, fühlt sich eher wie in Griechenland oder Italien – nur die unfassbar niedrigen Preise erinnern einen daran, dass man doch in Albanien ist. Eine Cola am Strand kostet hier beispielsweise 1,70 CHF, parken kann man fast überall umsonst. An anderen bekannten Ferienorten wäre das unvorstellbar! Auch die Strände in Saranda können locker mit anderen beliebten Ferienzielen an der Adria mithalten.

Zudem ist Saranda auch der perfekte Ausgangspunkt für Ausflüge zum Bergsee Syri I Kalter, dem Blauen Auge von Albanien. Da auf der Strecke allerdings kein Bus verkehrt, solltet ihr euch einen Mietwagen nehmen oder mit einem Taxi für ungefähr 11 CHF pro Strecke fahren. Die Fahrt dauert eine gute halbe Stunde und führt euch über mehr oder weniger gut ausgebaute Serpentinen ins Landesinnere. Ein Schild weist auf den Bergsee hin, verfahren könnt ihr euch nicht. Die Eintrittsgebühr in den kleinen Park beträgt 200 Lek pro Auto, was 1,70 CHF entspricht. Nach einem kurzen Fussweg erwartet euch die 12 Grad kalte Quelle des Bergsees, die dank ihrer Färbung den Namen „Blaues Auge“ trägt. Wenn ihr unerschrocken seid, könnt ihr hier sogar schwimmen gehen.
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Badeort Ksamil & die antike Stätte Butrint

Im Süden Albaniens findet ihr das Örtchen Ksamil, einen der schönsten Badeorte des ganzen Landes. Reist ihr von Saranda aus an, erreicht ihr Ksamil unkompliziert nach einer einstündigen Fahrt mit dem Bus, die euch nicht einmal 0,80 CHF kostet. Alternativ könnt ihr euch auch ein Taxi für knapp 11 CHF nehmen oder euch einen Mietwagen oder Roller in Saranda ausleihen. In Ksamil angekommen, könnt ihr die Strandabschnitte rund um den Ksamil Beach gar nicht mehr verfehlen. Sonnenliegen und Schirme könnt ihr euch direkt an den angrenzenden Tavernen ausleihen. Da es sich bei den meisten Stränden um Kies- und Steinstrände handelt, solltet ihr euch mit Schwimmschuhen ausrüsten, dann ist das Baden im klaren Wasser der Ionischen See auch gar kein Problem mehr. Direkt vor der Küste befinden sich drei kleine Inseln, zu denen ihr schwimmen oder euch mit einem Boot übersetzen lassen könnt.

Wenn ihr mittags oder abends auf der Suche nach einem schönen Restaurant in Ksamil seid, kann ich euch die Beach Bar Korali ans Herz legen. Auf der Terrasse direkt über dem Meer könnt ihr köstliches Seafood wie Muscheln, die in Südalbanien gezüchtet werden und immer frisch auf den Teller kommen, und den grandiosen Ausblick geniessen. Überrascht war ich auch von dem guten italienischen Essen, das in vielen Restaurants gezaubert wird. Die Pizza kommt saftig belegt aus dem traditionellen Steinofen und die Pasta kann auch locker mit der original Italienischen mithalten. Italienische Einflüsse werdet ihr in Albanien immer wieder und nicht nur beim Essen wiederfinden. Traut euch aber ruhig auch an die typisch albanische Küche heran. Diese ist meist etwas deftiger, aber wirklich sehr lecker! Natürlich darf dann der Raki nach dem Essen nicht fehlen! ;-) Die Preise in den Bars und Restaurants sind ein enormer Pluspunkt für Ferien in Albanien, für ein Abendessen mit Getränken für zwei Personen zahlt man nie mehr als 17 CHF.

Besonders beliebt bei Tagestouristen ist der Nationalpark Butrint, der sich unweit von Ksamil befindet. Hier könnt ihr die antike Stätte Butrint bestaunen, eine Ruinenstadt inmitten alter Bäume, die Zeuge verschiedener Kulturen wie die der alten Römer und Griechen, aber auch der Osmanen wurde. Die Spuren dieser Kulturen kann man noch heute in Butrint finden. In den 1990er Jahren wurde die Ruinenstadt, die zu einer der wichtigsten Sehenswürdigkeiten Albaniens gehört, von der UNESCO zum Weltkulturerbe erhoben. Ich empfehle euch, die Stätte am frühen Nachmittag zu besuchen, denn dann sind die Heerscharen von Touristen bereits abgereist und ihr könnt die Highlights, wie das gut erhaltene Amphitheater, in aller Ruhe besichtigen. Anreisen könnt ihr zum Beispiel mit dem gleichen Bus, der auch nach Ksamil fährt, denn dieser verkehrt einmal in der Stunde zwischen Saranda und Butrint. Der Eintritt kostet 700 Lek, knapp 5,70 CHF, und dient dem Erhalt dieser einmaligen Stätte.

Gjirokaster – Die Stadt der Tausend Stufen

Ebenfalls sehenswert ist die Stadt Gjirokaster, die als das kulturelle Zentrum Albaniens gilt. Die Stadt der Steine und tausend Stufen, wie Gjirokaster auch genannt wird, zeichnet sich vor allen Dingen durch ihre kleinen Häuser mit pyramidenförmigen Dächern in der Altstadt aus. Nehmt auf jeden Fall die kurze Anstrengung auf euch und lauft den steilen Weg hoch zur alten Burg von Gjirokaster, die unter anderem die Nazis während des zweiten Weltkrieges als Festungsanlage nutzten. Verschiedene Kanonen und ein altes Flugzeugwrack erinnern an kriegerische Zeiten, der Ausblick, den ihr hier geniessen könnt, ist aber ganz friedlich und wirklich atemberaubend.

Der Ausblick auf die Stadt ist atemberaubend!

Wenn ihr etwas über die albanische Geschichte erfahren möchtet, könnt ihr hier im Anschluss noch das ethnografische Museum besichtigen. Neben der Burg und den Museen gibt es in der Stadt ausserdem alte Moscheen zu bestaunen, die noch aus der Zeit der Osmanen stammen. Noch heute sind rund die Hälfte der Albaner gläubige Muslime, das friedliche Zusammenleben mit anderen Religionen und das Trinken von Alkohol (besonders Raki) ist für die Einwohner aber überhaupt kein Problem. Am Fusse der Burg findet ihr neben zahlreichen Souvenirgeschäften auch das Hotel Kodra, von dessen Restaurant ihr einen tollen Blick auf die Burg und die darunter gelegene Stadt habt.

Berat – Die Stadt der Tausend Fenster

Nicht weniger interessant ist auch die Stadt Berat, die eine der ältesten Städte Albaniens ist und mit ihren historischen Häusern einen wirklich tollen Anblick abgibt. Dank der vielen kleinen typisch osmanischen Häuser trägt die Stadt übrigens den Beinamen “Stadt der tausend Fenster”, bei einem Blick auf die Kulisse des ehemals rein muslimischen Stadtviertels Mangalem erklärt sich der Name von selbst. Touristischer Anzugspunkt der Stadt ist aber das Burgviertel von Berat. Die Burgfestung, die über den Hausdächern der Stadt prangt, ist das Wahrzeichen der Stadt. Auf dem Burgareal können verschiedene Kirchen und die Ruinen von Moscheen besichtigt werden. Wen das nicht interessiert, der geniesst am besten einfach den tollen Ausblick über die Stadt Berat.

View at old city of Berat in Albania

Ferien in Albanien

Traumhafte Badebuchten, unfassbar günstige Preis und tolle Sehenswürdigkeiten – das sind doch genug Gründe, um in Albanien Ferien zu machen, oder? Wenn ihr jetzt Lust habt, das schöne Land auf der Balkanhalbinsel zu entdecken, dann schaut bei meiner Flugsuche vorbei und sichert euch einen Flug . Vielleicht berichtet ihr mir ja bald von euren Erlebnissen aus Albanien ;-)