In Berlin ist immer was los – das verwundert nicht, zählt die deutsche Hauptstadt doch zu den Top-Reisezielen unter den Metropolen der Welt. Ob Geschichte zum Anfassen, wildes Club-Leben oder ausgedehntes Shoppen – ein Wochenendtrip ins lebendige, trendige Berlin lohnt sich immer!

Da es in Berlin so unglaublich viel zu entdecken und zu erleben gibt, habe ich für euch ein paar Tipps für fantastische Tage zusammengestellt. Egal, ob ihr nur ein Wochenende in Berlin oder einen längeren Aufenthalt plant: Damit ihr in kurzer Zeit die wichtigsten Sehenswürdigkeiten in Berlin sehen und auch ein wenig von dem echten Flair der Hauptstadt geniessen könnt, habe ich alle Infos für die perfekten Ferien in Berlin zusammengetragen. Neben den wichtigsten Highlights, die ihr euch auf jeden Fall anschauen solltet, verrate ich euch auch noch meine Berlin Geheimtipps für euren Trip – wenn ihr abseits von den Massen coole Locations erleben möchtet oder wissen wollt, was ihr in Berlin kostenlos erleben könnt.

 Berlin Tipps für euren perfekten Aufenthalt in Berlin

Anreise Berlin | Sehenswürdigkeiten Berlin | Essen in Berlin | Shopping in Berlin | Trendige Orte in Berlin | Nachtleben in Berlin | Berlin Insidertipps

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Anreise Berlin – Auf geht’s in die pulsierende Metropole!

Alle Wege führen bekanntlich nach Rom, doch auch nach Berlin gibt es viele Möglichkeiten: So könnt ihr die Metropole mit ihren knapp 3,5 Millionen Einwohnern mit dem Auto, dem Flixbus, der Bahn und dem Flieger gut erreichen. Egal, von wo ihr anreist, Berlin ist aus allen Himmelrichtungen mit der deutschen Bahn komfortabel zu erreichen: Es gibt schnelle InterCityExpress-, InterCity-, EuroCity- und InterRegio-Züge. Und der moderne Hauptbahnhof liegt mitten im Zentrum Berlins, ganz in der Nähe vom Parlaments- und Regierungsviertel. Wer lieber mit dem Auto oder dem Fernbus – es gibt wirklich preiswerte Angebote – anreisen möchte, muss etwas mehr Zeit einplanen.

Wenn ihr allerdings nur Zeit für Berlin am Wochenende habt, empfehle ich euch, zu fliegen. Das ist meist die schnellste und auch oft eine recht günstige Anreise. Und schon beim Anflug könnt ihr einen grandiosen Blick von oben auf die Stadt geniessen: Der Fernsehturm auf dem Alexanderplatz – mit 368 Metern übrigens das höchste Gebäude Berlins – heisst euch schon von Weitem willkommen. Die beiden Berliner Airports Tegel und Schönefeld sind super an das öffentliche Nahverkehrsnetz angebunden, sodass ihr nach einer guten Stunde Flugzeit schnell und gut in die City kommt.

Vom Flughafen Schönefeld, ca. 18 km vom Stadtzentrum entfernt, bringt euch der RE in ca. 22 Minuten zum Alexanderplatz. Und mit der Buslinie 171 geht’s vom Flughafen aus direkt zur U-Bahn-Station Rudow. Die fünf Kilometer vom Flughafen Tegel bis zur City West könnt ihr bequem mit Bus und U-Bahn zurücklegen: Die Buslinien 109 und 128 bringen euch direkt zu den Stationen Kurt-Schumacher-Platz (U6) oder Jakob-Kaiser-Platz (U7). Oder ihr nehmt den JetExpressBus TXL, der euch besonders schnell in die Stadt, beispielsweise zum Hauptbahnhof, fährt. Wer in Richtung Zoologischer Garten möchte, der sollte in den Expressbus X9 steigen, der auf dem Weg nur an ausgewählten Stationen Halt macht.

Sehenswürdigkeiten in Berlin – die Highlights

Rund um’s Brandenburger Tor | Checkpoint Charlie | Berliner Mauer | Spreefahrt & Museumsinsel | Hackesche Höfe

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Brandenburger Tor, Unter den Linden & der Reichstag

Sehenswürdigkeiten gibt es in Berlin jede Menge – an einem Wochenende könnt ihr die nicht alle abklappern. Mein Tipp für einen ersten, wunderbaren Eindruck: Nehmt den Bus 100, ein ganz normaler Linienbus, und fahrt an den wichtigsten Highlights der Bundeshauptstadt, beispielsweise der Staatsoper, dem Reichstag, dem Schloss Bellevue etc., vorbei. Eine tolle Berliner Stadtrundfahrt, die nicht teuer ist.

Besorgt  euch am besten die Berlin WelcomeCard. Das Rundum-Sorglos-Paket für euer Wochenende beinhaltet freie Fahrt mit Bus und Bahn, Rabatte bei kulturellen und touristischen Angeboten und einen Kurzreiseführer inklusive Stadtplan. Die Card bekommt ihr u.a. bei den Tourist Infos und an Fahrkartenautomaten. [/infobox] Bei eurem Trip in die Hauptstadt solltet ihr aber auf jeden Fall das Brandenburger Tor am Pariser Platz und den Reichstag nebenan am Platz der Republik besichtigen. Am Brandenburger Tor könnt ihr den Blick nach Westen zur Siegessäule und nach Osten auf den Pracht-Boulevard „Unter den Linden“ genießen. Wer flanieren möchte oder ein Café sucht – dort ist beides möglich. Geht auf jeden Fall mal ein paar Schritte weg vom Brandenburger Tor, denn hoch oben auf dem bekannten Wahrzeichen thront die Quadriga – beeindruckend! Ein absolutes Muss: Den wunderbaren Blick von oben auf Berlins City von der Dachterrasse des Reichstags genießen – spektakulär ist auch die Glaskuppel des geschichtsträchtigen Gebäudes. Um den Reichstag auch von innen bewundern zu können, ist eine Online-Anmeldung erforderlich, in der ihr das genaue Datum eures Besuches angeben müsst. Kümmert euch am besten frühzeitig um die Anmeldung, da die Ausstellung auch mal ein paar Wochen dauern kann. Wenn ihr schon mal in der Gegend rund um das Brandenburger Tor seid: Das Holocaust Mahnmal sollte man ebenfalls gesehen haben. Ich empfehle euch, einfach langsam durchzugehen und alles auf euch wirken lassen! Von hier aus könnt ihr dann noch einen kleinen Spaziergang zur Siegessäule machen. Auf dem Weg kommt ihr dann auch an dem Sowjetischen Ehrendenkmal vorbei und könnt euch auf den Infotafeln noch etwas über Berlin im 2. Weltkrieg informieren.

Checkpoint Charlie – Ein Stück DDR-Geschichte

Einplanen solltet ihr vom Brandenburger Tor aus auch einen Abstecher zum Checkpoint-Charlie an der Friedrichstrasse, dem bekanntesten Kontrollpunkt im geteilten Berlin. Vom Original ist heute nichts mehr übrig, allerdings erinnert eine Kopie der 1990 abgerissenen Kontrollbaracke an den einstigen Grenzübergang zwischen Ost und West. Lasst euch auf eine Reise in die Vergangenheit mit dem Künstler Yadegar Asisi ein: Auf einem 900 Quadratmeter grossen Mauer-Panorama-Bild zeigt Asisi das geteilte Berlin an einem fiktiven November-Tag in den 1980er Jahren.Von einem vier Meter hohem Podest aus könnt ihr hautnah in die Geschichte eintauchen.

Foto: istock.com/Narvikk
Foto: istock.com/Narvikk

Die Berliner Mauer an der East Side Gallery

Von der Berliner Mauer ist heute nicht mehr viel zu sehen, eines der letzten Stücke findet ihr zwischen Ostbahnhof und Oberbaumbrücke in der Mühlenstrasse. Der Abschnitt der Mauer, 1990 kurz nach dem Mauerfall von mehr als 100 internationalen Künstlern bemalt, ist eine riesige Open Air-Galerie: die East Side Gallery. Steigt einfach in die U- oder S-Bahn (bis Warschauer Straße bzw. Ostbahnhof), holt euch ein Getränk am Bahnhof und schlendert gemütlich an den 106 Mauer-Kunstwerken entlang. Mehr zur Geschichte der Berliner Mauer gibt’s im Berlin Wall Memorial in der Bernauer Strasse 111.

Foto: Canadastock/shutterstock.com
Foto: Canadastock/shutterstock.com

Die Museumsinsel & Spreefahrt Tipps

Direkt von der East Side Gallery aus könnt ihr zum Beispiel zu einer herrlichen Spreefahrt aufbrechen, Anleger und Anbieter gibt es viele, Fahrkarten werden überall direkt an den Bootsanlegern verkauft. Natürlich könnt ihr auch online Tickets für die Spreefahrt reservieren, die Kosten dafür liegen bei 10-15 CHF, je nach Tour. Besonders empfehlenswert ist auch eine Spreefahrt am Abend, wenn Berlin durch die Dämmerung in ein ganz anderes, romantisches Licht getaucht wird.

Vielleicht steigt ihr nach der Spreefahrt ja in der Nähe der Museumsinsel aus? Denn für Kulturfreunde unter euch ist der Besuch des Komplexes im Zentrum ein Muss. Dort reiht sich – eingerahmt von der Spree – ein Museum ans nächste. Ihr habt die Qual der Wahl! Mein Tipp für euch: Schaut mal im DDR-Museum vorbei – langweilig und verstaubt ist anders – hier gibt’s Geschichte zum Anfassen! Zu den beliebtesten Museen Berlins gehört das Pergamonmuseum, das seinen Namen seinem bekanntesten Ausstellungsstück, dem gigantischen 35 Meter breiten Altar, verdankt, das übrigens seit 2014 renoviert wird und daher bis voraussichtlich September 2019 nicht besichtigt werden kann. Trotzdem gibt es eine gute Nachricht: Mit der Berlin WelcomeCard ist der Eintritt in die Museen übrigens vergünstigt!

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Hackesche Höfe

Wenn ihr jetzt noch ein wenig schlendern möchtet: Die Hackeschen Höfe bieten sich an. Ein Besuch des Komplexes mit acht Hinterhöfen in der Spandauer Vorstadt (S-Bahn Hackescher Markt) ist vor allem am Abend, wenn die Fassaden beleuchtet sind, besonders schön. Eng verzahnt gibt es in dem Areal kleine Geschäfte und Boutiquen, Ateliers und Galerien, Kino und Varieté, Restaurants und Nachtclubs, Wohnungen und Büros.

Mein Holidayguru Berlin Tipp: Macht doch mal einen schönen Spaziergang zu den Sehenswürdigkeiten in Berlin! Ich habe euch eine tolle Route zusammengestellt, auf der ihr an vielen Hotspots der Stadt vorbeikommt.

Essen in Berlin – Eine kulinarische Vielfalt

Berlin bietet eine riesengroße kulinarische Vielfalt. Überall sieht man Restaurants, von denen viele einzigartig sind. Aus jedem Land der Welt kann man in Berlin etwas zu essen finden. Berlin ist halt einfach Multikulti und das ist eines der Dinge, die Berlin so cool und auch einzigartig macht. Von Mustafa’s Gemüse Kebab, wo es den besten Döner der Stadt gibt, über Zsa Zsa Burger, wo ihr saftige Burger bekommt, bis hin zu Taleh Thai, das definitiv einen Besuch Wert ist, wenn ihr auf Thai-Essen steht, und und und… Die Liste für Berlins Köstlichkeiten ist zuuuu lang. Aber eins ist extrem wichtig, denn was wäre ein Berlin Besuch ohne Currywurst zu essen? Geht einfach der Nase nach und achtet darauf, wo es die längsten Schlangen vor der Würstchenbude gibt. Da kann die Currywurst doch nur am besten schmecken.

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Berlin – Ein wahres Shoppingparadies

Für die meisten Touristen in Berlin steht ein Abstecher ins  KaDeWe in Schöneberg auf dem Programm, das ist schon ein beeindruckender Konsumtempel. Als Kontrastprogramm empfehle ich euch: Secondhand in der Garage. Dort gibt es Klamotten zu individuellen Preisen. Probiert es aus: Ahornstraße 2 in Schönefeld. Typisches Berliner Flair gewünscht? Dann schaut doch einfach auch mal auf dem Boxhagener Platz in Friedrichshain vorbei. „Boxi“, wie die Berliner ihren Platz nennen, liegt im berühmten Kiez rund um die Simon-Dach-Straße. Der Flohmarkt am Sonntag bringt „Boxi“ fast zum Platzen. Zwar ist dieser nicht so groß wie der Flohmarkt am Mauerpark, aber definitiv charmanter und individueller mit seiner Melange aus Künstlern, Straßenmusikern, Einheimischen und Touristen. Direkt am Alexanderplatz befindet sich das Einkaufszentrum Alexa, welches mit der Anzahl ihrer Läden das größte der Stadt ist. Neben den Einkaufsläden gibt es hier auch einen Food-Court mit 17 gastronomischen Einrichtungen. Zudem ist das Einkaufszentrum nicht nur ein Shopping- und Foodparadies, sondern auch eine Unterhaltungsoase mit einer Freizeit- und Unterhaltungsfläche.

Foto: istock.com/Jonny Kristoffersson
Foto: istock.com/Jonny Kristoffersson

Die coolsten Locations in Berlin

In einer so großen Stadt wie Berlin gibt es immer wieder Ecken und Highlights, die man noch gar nicht richtig kennt. Wusstet ihr zum Beispiel, dass ihr in Berlin auf dem Gelände eines ehemaligen Flughafens entspannen, grillen und rumspazieren könnt, ehe ihr euch am Abend in das turbulente Nachteben der Warschauer- und Simon-Dach-Straße im hippen Viertel Friedrichshain stürzt? Und kennt ihr eigentlich schon die vielen coolen Hotspots in Berlin Mitte?

Tempelhofer Feld | Berlin Mitte | Wannsee | Thaiwiese im Preußenpark

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Tempelhofer Feld

Der ehemalige Flughafen Tempelhof ist heute ein Freizeit- und Erholungspark und liegt mitten in der Stadt. Auf 303 Hektar erstreckt sich das Tempelhofer Feld, auch Tempelhofer Freiheit oder Tempelhofer Park genannt. Der Park bietet jede Menge Platz für Erholung und zahlreiche Aktivitäten, wie Fußball, Minigolf, Badminton, Radfahren, Skaten. Es gibt drei sehr saubere und ausgewiesene Bereiche, die sich ideal zum Grillen eignen. Hier kann man definitiv einen schönen Sommer-Mittag verbringen! Am besten, ihr nehmt die S-Bahn und steigt an der Station Tempelhof aus. Von hier aus braucht ihr nur drei Minuten zum Eingang am Tempelhofer Damm. Von 7.30 Uhr bis 17 Uhr ist der Park jeden Tag geöffnet.

Foto: istock.com/Andrey Danilovich
Foto: istock.com/Andrey Danilovich

Hotspots in Berlin Mitte

Ihr möchtet lieber in der klassischen Innenstadt von Berlin bleiben und fragt euch, was ihr neben den typischen Sehenswürdigkeiten noch entdecken könnt? In Berlin Mitte gibt es unglaublich viele Hotspots und Geheimtipps, die nur darauf warten, von euch entdeckt zu werden. Wie wäre es zum Beispiel mal mit Kultur in Wedding, leckerem Streetfood in einer Markthalle oder einem Besuch einer trendigen Bar mitten in der Stadt? Ihr seid neugierig geworden? Dann schaut doch mal in Berlin Mitte vorbei und erkundet die Gegend.

Wannsee – Der Badesee in Berlin

Der Wannsee ist Europas größtes Binnenseebad und lockt jedes Jahr zahlreiche Sonnenanbeter und Badewillige aus der Hauptstadt an. Einen 1000 Meter langen Sandstrand, viele Strandkörbe zum Entspannen und sogar einen Bootsverleih gibt es am Wannsee. Ob ihr mit Freunden, dem Partner oder der Familie kommt, hier ist für jeden Platz. Es kann zwar auch sehr voll werden, aber schließlich befindet sich dieser See auch inmitten einer Metropole. Doch auch, wenn es mal etwas voller wird, kann man hier ein paar sehr schöne Sommerstunden verbringen. Der Eintritt liegt bei 6 CHF pro Person.

Summer Lake in Berlin
Summer Lake in Berlin

Thaiwiese im Preußenpark

Was einst 1905 von Richard Thieme unter dem Namen Preußenpark angelegt wurde, hat sich im Berliner Volksmund bereits als „Thaipark“ etabliert. Hier treffen nämlich seit rund zwanzig Jahren Jung und Alt verschiedener Kulturen aus fernöstlichen Ländern wie Thailand, Vietnam, China und den Philippinen aufeinander. Picknickdecken werden ausgebreitet, bunte Sonnenschirme aufgespannt, Kühlboxen, Gaskocher und Wok zu einer kleinen Küchenzeile umfunktioniert – was euch erwartet, ist Streetfood der besonderen Art. Was einst als Picknick aufgezogen wurde, zieht heute ein gemischtes Publikum verschiedenster Nationalitäten an. Auch euch?

Berliner Nachtleben – Feiern bis in die Morgenstunden

Dass die pulsierende Metropole auch nachts nicht schläft, ist längst kein Geheimnis mehr. Szene-Lokale wie „Zur letzten Instanz“ als eine der ältesten Gaststätten, versteckt gelegen am Ende der Parochialstraße, aber auch angesagte Clubs, beispielsweise das Ritter Butzke in einem großen Gebäudekomplex in Kreuzberg (Ritterstraße 24), gibt es in Berlin in nahezu jedem Stadtteil.

Als Geheimtipp möchte ich euch das Cassiopeia in Friedrichshain unweit der legendären Warschauer Straße ans Herz legen. Aus dem ehemaligen Zugdepot ist ein einmaliger Ort entstanden: Zwei Clubs mit Live-Musik, Partys und Festivals versprechen kurze Nächte, im Biergarten könnt ihr hier gemütlich chillen. Cineasten unter euch kommen im Freiluftkino Insel auf ihre Kosten. Und wer noch Power hat, kann wählen zwischen Skaterhalle oder dem „Kegel“: Im ehemaligem Wasserturm könnt ihr nämlich sogar klettern.

Foto: View Apart/shutterstock.com
Foto: View Apart/shutterstock.com

Solltet ihr dann früh am Morgen immer noch nicht ins Bett wollen: Im Club Golden Gate könnt ihr am Wochenende bis der Morgen graut weiter Party machen (S-Bahnhof: Alexanderplatz oder Jannowitzbrücke)! Und eins darf natürlich nicht fehlen: Eine Bar mit Dachterrasse, von der es mittlerweile immer mehr gibt. Mein Favorit ist das Roof Graden des House of Weekend. Hier kann man sich auf der 26 Meter langen Dachterrasse mit verspiegelter Bar schon mal auf die Partynacht in der 15. Etage (Im House of Weekend Club) einstimmen oder aber einfach einen entspannten Abend verbringen. Sogar bei kühleren Temperaturen kann man hier mit einer Hammer Aussicht verweilen, denn die Bänke haben eine Sitzheizung.

Und wenn es euch nach diesem gelungenen Wochenende auch so wie mir nach meinem ersten Berlin-Trip geht, dann haltet es doch einfach mit der Sängerin Marlene Dietrich: “Ich hab’ noch einen Koffer in Berlin, deswegen muss ich da nächstens wieder hin”:  Eine Reise in die quirlige Metropole Berlin lohnt sich immer wieder!

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Die coolsten Berlin Insidertipps – 2 Berlin-Experten im Interview

Es gibt solche und solche Berlin-Trips. Beim 1. Mal, vielleicht auch noch beim 2. Mal, stehen die üblichen etlichen, bekannten Sehenswürdigkeiten der Stadt auf dem Plan: Brandenburger Tor, Checkpoint Charlie, die Museumsinsel, Kanzleramt, und wie sie alle heißen. Wenn das alles abgehakt ist, solltet ihr euch aber ins richtige Berlin Feeling stürzen. Unsere Hauptstadt ist nämlich nicht zu Unrecht eine der coolsten Städte der Welt, mit Multi-Kulti, angesagter Clubszene, Fashion-Metropole und kulinarisch stets up-to-date. Doch man muss halt wissen, wo man hinzugehen hat. Nicht ganz leicht bei dem vielfältigen Angebot, das einem in Berlin um die Ohren flattert. Aus diesem Grund hat euch euer Holidayguru die coolsten Berlin Insidertipps herausgesucht. Wo hat man den besten Blick über die Stadt? Was ist essenstechnisch total angesagt? Welchen Ausflug sollte man unbedingt gemacht haben? Hier die wichtigsten Facts für euren Insider-Trip nach Berlin!

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Berliner Schnauze: So klappt’s auch mit den Berlinern

Die Berliner sind unfreundlich und rücksichtslos, ruppig und rechthaberisch, Berlin ist abstoßend, laut, dreckig und grau, Baustellen und verstopfte Straßen, wo man geht und steht – aber mir tun alle Menschen leid, die nicht hier leben können!“ Ich liebe dieses Zitat von Anneliese Bödecker, Berliner Sozialarbeiterin und Verdienstorden-Trägerin. Vor allem steckt da so viel Wahrheit drin. Wenn der Rest von Deutschland ja schon so freundlich ist, ist doch logo, wie das in Berlin abgeht. Aber wie heißt es so schön: Harte Schale, softer Kern. Um so schnell wie möglich Best Buddies mit Berlin zu werden und vor allem die coolsten Ecken der Stadt ausfindig zu machen, habe ich mir 2 Experten an die Seite geholt, die ein paar überlebenswichtige Tipps für uns Touris ausgepackt haben. Jan und Nora leben seit über 2 Jahrzehnten in der Metropole, haben die schönen, aber auch die hässlichen Seiten der Stadt kennen und lieben gelernt.

Holidayguru: Wie überzeugt man die Berliner von sich?

Nora: Nicht von ehrlichen und direkten Kommentaren angegriffen fühlen, offen und entspannt sein gegenüber bunten und kulturellen Einflüssen.
Jan: Nicht direkt als Tourist auffallen und sich nicht von einem Radfahrer über den Haufen fahren lassen.

Was tun, um nicht direkt als Tourist aufzufallen?

Nora: Schwarz tragen :-) Klamottentechnisch ist Basic die Devise hier. Je schlichter und farbloser, desto besser. Riesige Rucksäcke, Stadtpläne und Kameras sind natürlich auch ziemlich auffallend.

Warum ist Berlin DIE Stadt to be?

Nora: Berlin ist bunt, multikulturell und vielfältig wie keine andere. Könnte es eine Stadt mit Berlin aufnehmen, wäre es vielleicht London.
Jan: Absolut bemerkenswert ist die Tiefenentspanntheit vieler Berliner.

Foto: istock.com/Nikada
Foto: istock.com/Nikada

Berlin aus einer anderen Perspektive: Höhenflug, Relaxen, Shoppen

Wo gibt’s den besten Blick über die Stadt?

Nora: Das House of Weekend ist nicht nur ein cooler Club für Elektrosounds, hier hat man auch einen genialen Blick über Berlin. Ansonsten kann ich noch die Kantine im Rathaus Kreuzberg empfehlen. Hier sitzt man im 10. Stock und kann echt ziemlich weit über die Stadt sehen.
Jan: Zwar mit Eintritt, aber im Fernsehturm bekommt man einen echt genialen Blick über Berlin, auch im Panoramapunkt Potsdamer Platz.

Was sind richtige Highlights, die man in Berlin gesehen haben muss?

Nora: Gibt’s nicht… die Auswahl ist VIEL zu groß! Am besten schnappt man sich einen Einheimischen und lässt sich „sein Berlin“ zeigen.
Jan: Eins meiner großen Highlights ist die Tour durch die Berliner Unterwelten. Ansonsten sollte man auch unbedingt mal in das Multi-Kulti-Viertel Kreuzberg, zum Bergmannkiez. Wer es etwas künstlerisch und geschichtlich mag, sollte zur East-Side-Gallery – die ist echt ziemlich cool.

Foto: istock.com/7000
Foto: istock.com/7000

Der beste Ausflug, den man nahe der Stadt machen kann?

Nora: Die Müggelseetour der Reederei Riedel. Klingt zwar altbacken und startet im Herzen der Stadt, führt aber auf der Spree bis runter zum Müggelsee und bietet – bei Sonne und warmem Wetter – wunderschöne Einblicke in die Stadt. Beweist auch gleichzeitig, wie viele tolle, idyllische Ecken wir hier haben.
Jan: Lost Places rund um Berlin! In Berlin gibt es unzählige vergessene Orte, Ruinen, die vor Jahrzehnten mal aktiv waren, jetzt aber brachliegen. Manche kann man einfach so besichtigen, für andere braucht man eine Genehmigung.

Wo lässt es sich am besten entspannen?

Nora: Beim Brunch im Café – zum Beispiel im Engelberg, an einem Sonntag im August, Zitrone… die Möglichkeiten sind unendlich.
Jan: Im Sommer ganz klar am Tegeler See. So ein Stück Torte ist auch immer sehr entspannend, da kann ich dir das Café Zuckerschock Kreuzberg empfehlen.

Shopping-Insider für ungewöhnliche und trendige Outfits?

Nora: An der Kastanienallee bis runter zum U-Bahnhof Weinmeisterstraße.
Jan: In Berlin gibt es super viele Second Hand Shops, die immer coole Klamotten haben. Am besten checkt ihr mal ein paar Stores von dieser Liste.

Street Food, Drinks und Party: Berliner wissen wie’s geht

Wo gibt es die coolsten Bars in Berlin?

Nora: Es gibt echt viele coole Bars in Berlin, aber viele auf einem Haufen findet man am U-Bahnhof Eberswalder Straße, bzw. Rosenthaler Platz. Wenn ihr da ein paar Abende verbracht habt, checkt auch mal die Bars zwischen Görlitzer Bahnhof und Schlesisches Tor.

Die Nachtszene in Berlin ist ja der Hammer. In welche Clubs sollte man sich unbedingt stürzen?

Nora: Es kommt ehrlich gesagt ganz auf den Tag und die eigene Laune an, aber garantiert abgehen wird es im Weekend, im Prince Charles und Zur wilden Renate. Ich bin immer gerne im Kater Holzig unterwegs und im Club der Visionäre.

Welche Drinks muss man in Berlin probieren?

Nora: Fassbrause geht hier immer – ist schließlich ein in Berlin erfundenes Getränk – aber ihr solltet auch mal Club Mate ausprobieren, ist auch ein ziemlich trendiges Erfrischungsgetränk, und unbedingt Moskow Mule – ein Cocktail mit Ingwergeschmack und Gurke.
Jan: Hängt davon ab, wo man gerade unterwegs ist. Wenn man Radler oder Alsterwasser bestellt, outet man sich gleich als Tourist. Alteingesessene Berliner trinken gern ein „Gespritztes“ – Bier mit Fassbrause, KEINE Fanta!

Essenstechnisch – was ist gerade total angesagt in Berlin?

Nora: Die Street-Food-Märkte in der Neuen Heimat. Jeden Sonntag gibt es hier Kulinarisches aus aller Welt mit coolem Ambiente und Livemusik.
Jan: Street-Food-Märkte auf jeden Fall. Ansonsten gibt es nichts, was es in Berlin nicht gibt.

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Typisches Berliner Essen?

Nora: Currywurst bei Curry36 oder ein saftiger Döner.
Jan: Den genialsten Döner habe ich bei „Döner Turm“ gegessen – den gibt’s im Stadtteil Moabit.

Welche Restaurants sollte man in Berlin unbedingt besuchen?

Nora: Pasta & Passione in der Kastanienallee – und sonst alles da um die Ecke. Das To Loc ist auch echt super. Das ist ein vietnamesisches Restaurant am Görlitzer Bahnhof. Ganz generell kann man in Kreuzberg super gut essen, sowohl um die U-Bahnstation Schlesisches Tor rum, als auch an der Bergmannstraße. Und den Prenzlauer Berg nicht vergessen – an der Eberswalder Straße.
Jan: Richtig gute Alt-Berliner Küche gibt es in der Dicken Wirtin in Charlottenburg – absolut empfehlenswert!

Foto: istock.com/ Titoslack
Foto: istock.com/ Titoslack

Berlin hat echt einiges zu bieten. Nicht nur eine riesige Palette an historischen Gebäuden, Gärten und Museen, Berlin hat eine weltweit bekannte Kultszene – sei es in puncto Fashion, Kulinarik oder Clubs, die es sich zu durchforsten absolut lohnt. Ich hoffe, ich konnte euch ein paar gute Insidertipps für euren nächsten Berlin-Trip geben. Und denkt immer dran: Die Berliner tun euch nichts, die wollen nur spielen :-)

 

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