Vielleicht habt ihr schon mitbekommen, dass die spanische Regierung eine neue Verordnung für die wunderschöne Baleareninsel Mallorca beschlossen hat. Die „Verordnung für Bürgersinn“ tritt am 12.05.2014 in Kraft. Ich habe mich gefragt, was denn hier genau beschlossen wurde. Denn ich kann nicht ganz glauben, dass es nur darum geht, den jungen Urlaubern den Spass am Ballermann zu vermiesen.

Auf 52 Seiten stellt die Stadtverwaltung von Palma fest, dass sich die Urlauber der Insel an neue Regeln halten müssen, die dafür sorgen sollen, dass alle Bürger und Reisenden entspannter zusammenleben können. Ich habe euch die wichtigsten Infos kompakt zusammengestellt.

Zunächst ist wichtig: Ab dem 12.05.2014 tritt die Verordnung zwar formell in Kraft, Bussgelder werden aber erst nach einer Informationskampagne, die im Laufe des Sommers folgt, tatsächlich eingefordert. Zu Beginn der Feriensaison gilt die Verordnung nur für den Playa de Palma, den Stadtstrand von Palma, denn hier sehen die Tourismusbeauftragten den grössten Handlungsbedarf. Erst im September soll sie dann auf die gesamte Insel ausgeweitet werden. Wohnt ihr also in einem anderen Ort, könnt ihr jetzt noch weghören.

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Wenn ihr aber Ferien auf Mallorca plant und wisst, dass ihr am Playa de Palma wohnt, solltet ihr euch die folgenden Bestimmungen schon mal merken:

1. Strandkleidung, also Badehose und Bikini, soll bald nur noch am Strand und der angrenzenden Promenade erlaubt ein. Damit will die Tourismusbehörde verhindern, dass die Reisenden halbnackt im Café sitzen oder durch die Altstadt von Palma schlendern.

2. Es ist ausserdem verboten, auf die Strasse zu spucken oder öffentlich zu urinieren. Das Wegwerfen von Kaugummis und Zigarettenkippen wird ebenfalls bestraft. Wenn ihr schon mal gegen Abend am Strand zwischen Palma und El Arenal spazieren gegangen ist, konntet ihr bestimmt die eine oder andere derartige Szene beobachten.

3. Das sogenannte Eimer-Saufen soll auch verboten werden. Öffentliche Trinkgelage im Allgemeinen und das Gemeinschaftstrinken aus den grossen Eimern soll zumindest in die Bars verbannt werden und nicht mehr am Strand oder auf der Strasse stattfinden.

4. Vielleicht habt ihr von den waghalsigen Kletteraktionen einiger Urlauber gelesen, die sich von Balkon zu Balkon hangeln und sogar versuchen, von ihren Hotel-Balkonen in den Pool zu springen. Da viele dieser Kletterwütigen bei diesen Aktionen betrunken sind und sich in grosse Gefahr begeben, sollen Versuche des sogenannten „Balconings“ mit Geldstrassen geahndet werden.

5. Ein grosses Problem in Palma und rund um den Stadtstrand ist die Strassenprostitution. Hier will die Stadtverwaltung einen Riegel vorschieben, um die Reisenden vor unangenehmen Begegnungen zu schützen. Es werden allerdings nicht nur die Prostituierten, sondern auch die Freier bestraft.

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Für all diese Vergehen sind Geldbussen zwischen 57 und 230 CHF vorgesehen. Für den ganz normalen Mallorca-Reisenden bedeutet die neue Verordnung keine Veränderung. Schliesslich ist es für die meisten Reisenden ganz normal, sich angemessen bekleidet ins Café zu setzen und nicht auf den Boden zu spucken. Und vielleicht ist es auch gar nicht so verkehrt, betrunkenen Halbstarken zu verbieten, zwischen unterschiedlichen Balkonen herum zu hangeln. Alles in allem werden sich die meisten Touristen mit den neuen Bestimmungen arrangieren können und die Anwohner der Partymeile bekommen vielleicht durch die neue strengere Nachtruhe, die auch ein Teil der neuen Verordnung ist, ein paar Stunden mehr wohlverdienten Schlaf. Ich wünsche euch eine tolle Zeit auf Mallorca. Auf meiner Übersichtsseite findet ihr alle Angebote für einen Mallorca Ferien.