Ein Linienflug ist ein Flug, der täglich dieselbe Strecke fliegt. Sein Zeitplan ist mit dem von Bahngesellschaften vergleichbar. Was Linienflüge genau sind, welcher der Kürzeste ist, wann ihr einen solchen Flug am besten buchen solltet und wo der Unterschied zu Charterflügen ist, erfahrt ihr in diesem Artikel.

Was ist ein Linienflug?

Ein Linienflug ist ein im Flugplan einer Gesellschaft verankerter Regelflug. Zu festgelegten Zeiten verkehren Linienflüge von A nach B. Dabei kann es passieren, dass der Flug nicht ausgelastet ist; dennoch findet er zur geregelten Zeit statt. So ist es im Luftverkehrsgesetz der Bundesrepublik Deutschland festgesetzt.

Kürzester Linienflug

Linienflüge sind nicht an eine festgesetzte Distanz gebunden. Es gibt sehr kurze und sehr lange Linienflüge. Der kürzeste Linienflug weltweit ist ein schottischer Flug von der Insel Westray auf die kleine Insel Papa Westray. Er misst nur zwei Minuten für eine Distanz von 2,8 Kilometern. In der Regel werden Linienflüge aber für größere Distanzen eingesetzt, während für kurze Distanzen Billigflieger zum Einsatz kommen.

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Linienflug buchen – am besten im Vorfeld

Da Linienflüge zu geregelten Zeiten verkehren, kann man gut mit ihnen planen. Blöd nur, wenn sie dann bereits ausgebucht sind. Deshalb ist es am besten solche Flüge im Voraus zu buchen. Man kann sich als Kunde sicher sein, dass der Flug nicht gecancelt wird und dafür sorgen, dass man rechtzeitig ein Ticket erhält. Außerdem profitiert ihr vom Frühbucherrabatt. Die Fluggesellschaften verkaufen Flugtickets im Vorhinein günstiger, damit sie eine bestimmte Auslastung der Flüge erzielen. Damit beugen sie vor und können besser kalkulieren. Hat eine Fluggesellschaft einen Flieger bereits lange vor dem Flug gefüllt, kann sie davon ausgehen mit diesem Flug einen Gewinn zu erzielen. Ebenso verfahren die Fluggesellschaften kurz vor dem Stattfinden des Flugs. Ist ein Flieger noch nicht komplett ausgelastet, setzen die Fluggesellschaften die Flugpreise herab, damit die Flugzeuge noch gefüllt werden. Das Ziel ist natürlich mit einem Linienflug so viel Profit zu machen wie nur möglich, da der Flug mit oder ohne Auslastung stattfinden muss.

Linienflug und Charterflug – das ist der Unterschied

Während Linienflüge zu geregelten Zeiten stattfinden, werden Charterflüge nur bei großer Nachfrage eingesetzt. In der Sommersaison zum Beispiel finden Charterflüge Verwendung, weil die Nachfrage größer ist als das Linienflug-Angebot. Charterflüge werden zu einem großen Teil von Reiseveranstaltern gebucht und dann für Pauschalreisen oder Städtereisen in Kombination mit einem Hotel an den Endverbraucher verkauft. Ein Charterflug wird im Luftfahrtgesetz als eine Form des Gelegenheitsverkehrs betrachtet und unterscheidet sich somit von einem Linienflug. Letzterer ist als öffentliche und regelmäßige Beförderung von Personen und Sachen definiert. Das Luftverkehrsgesetz bestimmt die Regel, dass Linienflüge stattfinden müssen – unabhängig davon, ob sie gefüllt oder halbleer sind. Somit übernimmt bei Linienflügen die Transportgesellschaft das wirtschaftliche Risiko. Bei Charterflügen, die von einem Reiseveranstalter gebucht wurden, muss der Reiseveranstalter die vereinbarte Summe an die Fluggesellschaft zahlen, obwohl im Negativfall nicht alle Flugtickets an den Endverbraucher verkauft werden konnten. Wenn ihr direkt bei der Fluggesellschaft bucht, ist es ratsam einen Linienflug zu buchen.