Auf einem Flugticket stehen oftmals Abkürzungen und Wörter, die Passagiere nicht kennen und zuordnen können. Ein Beispiel ist „operated by“. Dieser Ausdruck steht für einen Codeshare-Flug. In diesem Artikel erkläre ich euch, was das ist. Ich gebe Beispiele und erkläre euch, wie ihr diese Flüge erkennt. Des Weiteren erfahrt ihr die Vorteile und Nachteile und wo ihr einchecken müsst.

Was ist ein Codeshare-Flug?

Der Begriff Codeshare kommt aus dem Englischen. Code steht im Luftfahrtverkehr für die Flugnummer. Share steht für das Teilen. Haben zwei oder mehrere Fluggesellschaften ein Abkommen geschlossen, können sie Codeshare-Flüge durchführen. Das heißt, zwei oder mehrere Airlines führen denselben Flug durch. Sie teilen sich einen Linienflug. Die Airlines vergeben für denselben Flug ihre eigenen Flugnummern. Mit anderen Worten: Ihr bucht einen Flug bei der Fluggesellschaft A, die Fluggesellschaft B führt den Flug aber aus. Diese Codeshare-Flüge führen vor allem Partner-Airlines innerhalb einer Allianz durch. In einem Fluglinien-Bündnis ist dieses Flugverfahren gebräuchlich.

Die Airlines, die die Flüge anbieten, aber nicht durchführen, bezeichnet man Marketing Carrier. Sie sind reine Kooperationspartner. Die Fluggesellschaften, die die Codeshare-Flüge durchführen, nennen sich Operating Carrier.

Beispiel für Codeshare-Flüge

Um euch zu verdeutlichen, wie ein Codeshare-Flug funktioniert, dient die Star Alliance als Beispiel. In der Flugallianz gibt es unter den 28 Mitgliedern die Lufthansa sowie die United Airlines. Die beiden Airlines haben ein Codesharing-Abkommen. Ihr bucht ein Ticket über die Lufthansa. Es geht vom Flughafen Frankfurt am Main nach New York. Tatsächlich fliegt ihr aber mit einem Kooperationspartner von Lufthansa, mit United Airlines. Der Flug ist derselbe. Ihr startet von Frankfurt am Main und fliegt nach New York City. Damit habt ihr einen Codeshare-Flug gebucht.

So erkennt ihr einen Codeshare-Flug

Wir bleiben beim Beispiel der Lufthansa und United Airlines. Habt ihr einen Codeshare-Flug gebucht, erkennt ihr ihn auf verschiedene Weisen. Selten könnt ihr die Information eurem Flugticket entnehmen. Auf eurem Flugschein steht die Flugnummer der Airline, die ihn ausgestellt hat. In unserem Beispiel ist das Lufthansa. Der Lufthansa-Code beginnt mit LH. Auf dem Flughafen seht ihr auf der Anzeigetafel, ob euer Flug ein Codeshare-Flug ist. Die Anzeigetafel zeigt in der Regel beide Flugnummern, von Lufthansa und von United Airlines, an. Beide Codes können abwechselnd angezeigt werden. Die Flugpläne geben ebenfalls Auskunft über Codeshare-Flüge. Oft findet ihr dort den Ausdruck „operated by“ (zu Deutsch: „wird durchgeführt von“). In unserem Beispiel würde dahinter United Airlines stehen. Der entsprechende Code beginnt mit UA.

info of flight on billboard in airport
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Check-in bei Codeshare-Flügen – so funktioniert es

In der Regel müsst ihr bei der Airline einchecken, die den Flug durchführt. Bei Delta Airlines ist das beispielsweise klar geregelt. Habt ihr einen Flug über Delta Airlines gebucht, den Flug führt jedoch eine andere Airline durch, müsst ihr bei dieser einchecken. Am Flughafen gilt: Ihr stellt euch nicht an den Check-in-Schalter von Delta Airlines an, sondern an den Schalter der durchführenden Airline. Wer sich unsicher ist, kann die Check-in-Informationen bei der entsprechenden Airline erfragen.

Wenn ihr nicht am Flughafen-Schalter, sondern online einchecken wollt, gilt ähnliches. In der Regel müsst ihr online bei der durchführenden Airline einchecken. Bei Delta Airline ist es wie folgt geregelt: Ihr habt einen Codeshare-Flug über Delta Airlines gebucht. Ihr wollt den Online-Check-in von Delta nutzen. Das ist nicht möglich. Vom Delta Airlines Check-in werdet ihr zu der Webseite der entsprechenden Airline weitergeleitet. Dort könnt ihr für den Codeshare-Flug online einchecken.

Vorteile von Codeshare-Flügen für die Airlines

Von den Codeshare-Flügen profitieren zu allererst die Airlines. Mit diesen Flügen erweitern sie ihr Streckennetz, obwohl sie die Flüge nicht in ihrem Angebot haben. Die Airline, die den Flug nicht durchführt, sondern nur das Ticket ausstellt, erweitert dabei nicht tatsächlich das Streckennetz. Sie bietet nur die Destinationen an, was sie für Flugpassagiere attraktiver macht. Die Airline, die die Flüge tatsächlich durchführt, profitiert von höheren Auslastungen der Flüge.

Vorteile und Nachteile von Codeshare-Flügen für Passagiere

Durch Codeshare-Flüge erweitern kooperierende Airlines ihr Streckennetz. Davon profitiert ihr ebenfalls. Ihr könnt zwischen einer größeren Auswahl an Destinationen wählen. Zudem könnt ihr flexibler auf Flugreisen sein. Codeshare-Flüge können jedoch auch Nachteile mit sich führen. Beispielsweise bucht ihr einen Flug bei einer bestimmten Airline, weil ihr von der Qualität überzeugt seid. Ein Flug, den eine andere Airline durchführt, muss diese Qualität nicht bieten. Damit erhaltet ihr nicht immer die erwarteten Leistungen, für die ihr zuvor gezahlt habt.

Vielleicht bucht ihr beim nächsten Mal auch einen Codeshare-Flug! Jetzt wisst ihr, wie ihr es herausfinden könnt.