Metropolen gibt es viele. Paris, London, Berlin… Doch New York ist irgendwie anders. Nicht nur weil schon Frank Sinatra und Udo Jürgens auf besondere, ja legendäre Weise ihre Liebe zu der Stadt ausdrückten. New York ist für viele Menschen die Weltmetropole Nummer 1. Hier leben die coolsten, freakigsten und erfolgreichsten Menschen, hier steigen die sensationellsten Partys, die besten Shops, ob Victoria Secret, Michael Kors oder regelrechte Erlebniswelten von Nike und Co. ziehen Menschen aus der ganzen Welt zum Shopping nach New York. So viel zu den euch bereits bekannten Fantasien von New York. Ich habe jetzt aber ein paar Fakten über New York herausgefunden, die nicht von schlechten Eltern sind. Wusstet ihr, dass im Washington Square Park 20.000 Tote begraben sind? Dass der berühmte nackte Cowboy am Times Square mittlerweile Millionär ist? Und dass eine Taxi-Lizenz in New York 1 Millionen Dollar kostet? Und das war nur der Anfang! Hier kommen 10 spektakuläre Dinge, die ihr garantiert noch nicht über New York wusstet!

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1. Tausende Leichen unter New Yorks grünen Parks

Nein, New York sah nicht immer so aus wie jetzt. Das wundert uns jetzt nicht, aber was noch heute unter dem dicken Asphalt und dem grünen Parkgras schlummert, ist ziemlich gruselig. Der Madison Square Park in Manhattan diente früher etwa als Militärgelände sowie als Heim für straffällige Jugendliche. Zwischen 1794 und 1797 wurden einige Teile des jetzigen Parks aber ebenfalls als Friedhof für Menschen genutzt, die entweder unbekannt gestorben sind, oder die sich keine Grabstätte leisten können. In drei Jahren kann das jedoch nicht allzu viel sein. Im Washington Square Park sieht das etwas anders aus. Zwischen 20.000 und 125.000 Leichen schätzt man, sollen hier begraben sein. Ab 1797 diente der heute Park 30 Jahre lang als Friedhof. Aber nicht nur das! Jahrelang wurden hier Hinrichtungen vollzogen – die Toten im Anschluss direkt im Park vergraben. Neben dem Madison und dem Washington Square Park diente ebenfalls der Union Square Park sowie der Bryant Park vor Hunderten von Jahren als Friedhof. Heute kennen wir die Bilder aus den schönen New Yorker Parks. Grün, blumig, chillig. Aber der Gedanke an die vielen toten Körper unter der Picknick-Decke ist schon irgendwie gruselig, oder? ;-)

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2. New York City verschenkt Flugtickets an Obdachlose

Sie werden bis nach Paris geflogen, nach Orlando, Johannesburg, oder nach Puerto Rico. Seit 2007 bezahlt die Stadt New York obdachlosen Menschen ein One-Way-Tickets raus aus New York – wohin auch immer. Die einzige Bedingung: Sie müssen nachweisen können, dass sie am Zielort von jemandem aufgenommen und unterstützt werden. Seit Jahren kämpft New York mit der steigenden Anzahl an Obdachlosen. Die Unterbringung in einem Heim kostet die Stadt pro obdachloser Familie über 36.000$. Da ist ein Ticket nach Europa, Afrika oder Südamerika für maximal 6000$ schon um einiges günstiger. Seit Einführung des Projekts erhalten jedes Jahr über 2000 Obdachlose das One-Way-Ticket in ein neues Leben.

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3. Nackter Cowboy vom Times Square ist heute Millionär

Er ist einer der meistfotografierten Menschen der Welt. Neben der Freiheitsstatue ist er das Symbol New Yorks – für manche zumindest: Robert Burck – besser bekannt als Naked Cowboy. Mit seinem kleinen weissen Unterhöschen, seinem Cowboyhut und den Westernstiefeln steht der Amerikaner seit nun 17 Jahren nahezu täglich am New Yorker Times Square (oder steht der Times Square bei ihm? ;-) und trällert mit Gitarrenbackground Lieder zum Dahinschmelzen – vor allem für seine weiblichen Fans. Zu Stosszeiten wird er, seinem Management zufolge, bis zu 10.000 Mal fotografiert – pro Stunde! Wenn er von jedem Fan nur einen Euro zugesteckt bekommt… Lasst mich kurz rechnen…. Ist der gute Cowboy mittlerweile steinreich. Na gut, steinreich ist etwas übertrieben – aber zum Multimillionär hat es der 45-Jährige bereits geschafft.

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Bild: facebook.com/NkdCowboy/timeline?ref=page_internal

Aus dem nackigen Auftritt am Times Square ist mittlerweile ein millionenschweres Business geworden. Unter seiner Leitung arbeiten inzwischen sieben weitere Cowboys und Cowgirls auf dem Times Square. Längst gibt es einen Merchandise-Handel, der die weissen Schlüpfer mit der Aufschrift „Naked Cowboy“ vertreibt. Vodafone, Pepsi, Citibank – die Liste seiner Werbeverträge ist lang, kaum jemand hat so viele Cameo-Auftritte wie der Naked Cowboy. Burck hat in Ohio Politikwissenschaften studiert, doch er wollte unbedingt berühmt werden. Als es mit einer Schauspielkarriere nicht klappte, zog er nach New York und begann, am Times Square als Naked Cowboy Musik zu machen. Bei Wind und Wetter steht er mit seinem kleinen Höschen dort. „Ich habe gerade 31 Tage am Stück durchgearbeitet – während des Blizzards.“

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Bild: instagram.com/sydneymsherrod/

4. 11 Tage ohne Mord – Neuer Rekord in NYC

Die Vögel zwitscherten, Menschen lagen sich in den Armen und sangen Lieder, Frieden lag in der Luft! Okay, das sollte jetzt etwas übertrieben rüberkommen – denn was ist das denn für ein skuriller Rekord? Im Februar 2015 vergingen in New York City elf ganze Tage ohne einen Mord. Das gab es seit den 90er Jahren nicht mehr. Durchschnittlich gibt es monatlich zwischen 30 und 40 Morde in der Weltmetropole – und das sind schon extrem gute Zahlen. Im Jahr 1990 wurden in New York 2245 Morde begangen. Allerdings spiegelt die seit Jahren sinkende Mordrate auch Fortschritte in der medizinischen Behandlung von Schusswunden wider. Kaum ging der neue Rekord aber durch die Medien, versuchten Kriminelle die Erfolgsserie zu vermiesen – leider erfolgreich.

5. Es benötigt 75.000 Bäume, um die Sonntagsauflage der New York Times zu drucken. Verrückte Zahlen aus dem Big Apple

  • New Yorker beissen 10 Mal mehr Menschen als alle Haie weltweit
  • New York City hat mit 8,2 Mio. Einwohnern eine grössere Bevölkerung als die Schweiz und doppelt so viele Einwohner wie die Republik Irland
  • 100 Millionen Asiaboxen werden jedes Jahr benutzt
  • Pro Quadratkilometer leben hier 10.500 Einwohner
  • Einer von 21 New Yorkern ist Millionär
  • Alle 9,1 Minuten stirbt ein Mensch
  • Alle 4,4 Minuten wird ein Kind geboren
  • 800 unterschiedliche Sprachen werden in der Stadt gesprochen – damit ist New York die Stadt mit der grössten linguistischen Vielfalt der Welt

Übrigens ist es komplett legal, in New York als Frau oben ohne herumzulaufen, das wollte ich nur noch kurz erwähnt haben :)

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6. Taxi-Lizenz in New York kostet 1 Million Dollar

Lässig am Stadtrand stehen, im Business-Anzug, links die Wall Street, rechts der Hotdog-Stand, dann langsam die rechte Hand in die Luft steigen lassen. Ganz locker und cool, bitte… ihr seid in New York. Einmal mit einem dieser gelben Taxis zu fahren, ist ein Muss in New York. Günstig ist anders, aber das hat auch seinen Grund. Um in New York eine Taxi-Lizenz zu erwerben, muss man locker mal an die 1 Million Dollar springen lassen. Und jährlich steigen die Preise für die Genehmigungen weiter um bis zu acht Prozent. Das hört sich erst einmal exorbitant viel an, doch das New Yorker Taxigewerbe ist lukrativer als Gold. Mit diesem jährlichen Anstieg können weder Immobilien, noch Aktien, oder eben der Goldpreis mithalten. 1947 zahlte man noch 2500 US-Dollar, heute kratzt der Preis an der Millionenmarke.

7. 10.000 km Strassennetz führen durch New York City

Beton-Dschungel – auch so wird New York City liebevoll genannt. Nicht ohne Grund, denn das New Yorker Streckennetz ist über 10.000 km lang! Damit hat es eines der längsten Strassennetze der Welt. Die USA selbst besitzen mit 6.430.366 Kilometern sowieso das längste Strassennetz der Welt. Platz 2 geht an Indien mit 3.383.344 km, gefolgt von China mit 1.930.544 km. Vielleicht haben sie ja viele Strassen die New Yorker, von entspannten Verkehr kann hier aber keine Rede sein. Die durschnittliche Fahrzeit für Pendler zur Arbeit beträgt fast zwei Stunden täglich.

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8. 800$ pro Woche findet er in den Strassenrillen New Yorks

Um in New York leben zu können, muss man erfinderisch werden, oder einfach nur sehr raffiniert – wie dieser New Yorker Schatzjäger. Raffi Stepanian gräbt in den Ritzen und Rissen der New Yorker Strassen im Diamond District nach Gold, Diamanten und Rubinen. Mit nicht viel mehr als zwei Messern und einer Pinzette ist der 47-Jährige fast täglich unterwegs und kriecht entlang den Strassen der Metropole. Häufig sind es nur kleine Goldstücke, hauchdünn, davon aber genug um Raffi ein ordentliches Leben zu ermöglichen. Vor seinem Job als New Yorks Schatzjäger arbeitete Raffi als Edelsteinfasser – deswegen sein geschultes Auge für die winzigen, wertvollen Stücke. Gerade wegen seiner fachlichen Ausbildung geniesst Raffi einen guten Ruf im Diamond District, wo er die gefundenen Stücke, nachdem er sie ordentlich säubert und poliert, wieder verkauft. Coole Story, oder?

9. Frikandel statt Hotdog? New York gehörte den Holländern

50 Jahre lang gehörte New York zu Holland! Ungelogen! Im Jahr 1610 – aber immerhin – kauften niederländische Kaufleute mit billigem Schmuck im Wert von 24$ die Insel Manna-Hatta (heute: Manhattan) von den amerikanischen Ureinwohnern. Nieuw Amsterdam hiess Manhattan sodann für 54 Jahre bis 1664, bis sich die Niederländer kurz vor einem erneuten Kriegsausbruch mit England wieder vom Dampfer machten. Die Eroberung der Stadt wird Jakob, Herzog von York, zugesprochen – deswegen dann New York.

Übrigens… falls ihr euch schon immer gewundert habt, warum man in New York so verdammt gut was trinken gehen kann: „Manna-Hatta“ ist ein Wort aus einer alten Indianersprache und bedeutet: „Der Ort, an dem wir betrunken waren.

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Bild: instagram.com/showmetours/

10. Kleiner Mann versus New York: Er wollte sein Grundstück nicht abgeben

Respekt! Daniel Hess besass Anfang des 19. Jahrhundert ein ansehnliches Grundstück mitten in New York City – Ecke Seventh Avenue und Christopher Street. Verkauft hätte er niemals, doch wie es früher so üblich war, wurden jegliche Papiere vorgebracht und ihm sein Besitz enteignet. Erfolgreich, AUSSER: ein letztes kleines Stück – nicht grösser als ein Pappkarton, das bis heute sein Eigentum ist. Bis heute gibt es an der Stelle mitten in New York eine dreieckige Platte im Asphalt, die besagt: „Eigentum von Hess Estate, das niemals der Öffentlichkeit zugänglich gemacht wurde.” 1938 wurde das ‚Grundstück‘ für 1000$ weiterverkauft. Dem neuen Besitzer hat die Geschichte so gut gefallen, dass er die Platte bis heute dort sicherte. Kleiner Mann versus New York City! Grossartig :-)

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